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Sterne fotografieren

Wer sich schon einmal Fotos des Sternenhimmels angesehen hat, wird sich unweigerlich die Frage stellen, wie so ein Foto gemacht wird

Damit so ein Foto wirklich seinen ganzen Reiz ausspielen kann, sind ein paar Punkte zu beachten. Vorweg sei gesagt, dass man solche Fotos auch mit einfacheren Kameras erstellen kann, das Endresultat, dann allerdings eher unbefriedigend ausfällt.Will man richtig viele Sterne sehen muss eine Kamera eingesetzt werden, die mit hohen ISO-Werten noch rauscharme bzw. rauschfreie Fotos erstellt.

Ausserdem ist es erforderlich ein möglichst lichtstarkes Objektiv zu nutzen, nur so könnt ihr mit kurzen Belichtungszeiten arbeiten.

Die Belichtungszeit ist einer der großen Knackpunkte. Wer bereits versucht hat Sterne zu fotografieren, hat mit Sicherheit schon Fotos gemacht, auf welchen die Sterne nicht als Punkt, sondern als Strich zu sehen sind.

Damit diese Striche erst gar nicht entstehen muss folgende Faustregel beachtet werden.

Für APS-C Sensoren gilt folgende Formel:

300 geteilt durch die Brennweite des verwendeten Objektivs ist gleich die maximal einzustellende Belichtungszeit, damit der Stern noch als Punkt erkennbar ist.

kurz. 300/mm Objektiv = max. Belichtungszeit

Bei Vollformat-Sensoren gilt:

500 geteilt durch die Brennweite des verwendeten Objektivs ist gleich die maximal einzustellende Belichtungszeit, damit der Stern noch als Punkt erkennbar ist.

kurz. 500/mm Objektiv = max. Belichtungszeit

Bei dieser Regel ist leicht zu erkennen, dass je kleiner die Brennweite ist umso mehr zeitlichen Spielraum hat man.


Habt Ihr nun z.B. eine APS-C Kamera mit einem 17 mm Objektiv im Einsatz, dann könnt ihr als maximale Belichtungszeit 17,64 Sekunden einstellen und der Stern erscheint noch als Punkt.


Ein weiterer Faktor ist das Umgebungslicht. Ideale Bedingungen findet man abseits der Zivilisation, da hier keine Störlichter von z.B. Städten, Strassenlampen, Autos oder Häusern vorhanden sind.

Je nach dem wo ihr das Foto erstellt ist es wichtig ein lichtstarkes Objektiv zu nutzen. Ist der Mond mit im Spiel dann könnt ihr mit den verschiedenen Möglichkeiten die Helligkeit einwenig eindämmen und immer noch viele Sterne auf das Bild bekommen. Eine elegante Variante stellt hier das Abblenden dar, denn so könnt ihr den Mond kreativ einsetzen und gleichzeitig dessen Leichtintensität einwenig abmildern.

Ganz wichtig ist bei solchen Aufnahmen, dass der Verwacklungsschutz deaktiviert ist. Dies verhindert, dass bei längeren Aufnahmen der Verwacklungsschutz aktiviert wird und die Kamera sich praktisch selbst bei der Aufnahme des Fotos stört und das Ergebnis verwackelt ist.



Wenn Ihr fragen habt dann stellt sie mir einfach par Mail, facebook, Twitter, Youtube oder blogger.

Gruß

Bernd


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